Gelotologie: die Wissenschaft von Lachen

Nicht das Einstein ein spezieller Gelotologie Spezialist gewessen wäre, aber seine Umsetzung des über sich selber Lachens auf diesem Bild spricht für sich selbst.

Obwohl es eine alte Weisheit ist, die in Redewendungen wie "Lachen ist die beste Medizin", "Lachen ist gesund", etc. seit Jahrhunderten wiederkehrt, hat sich die Wissenschaft erst recht spät mit dem Phänomen des Lachens auseinandergesetzt. Hauptgründe hierfür war die "alltäglichkeit" des Lachens und ganz einfach die Ansicht, dass etwas "lächerlichem" wie dem Lachen keine seriöse Wissenschaft gewidmet sein könnte.

Die Gelotologie, die Wissenschaft vom Lachen, beschäftigt sich mit den körperlichen und psychischen Aspekten des Lachens. Sie hat ihre Wurzeln in der 1953 in Palo Alto, USA, gegründeten Gruppe um Gregory Bateson. Die wichtigste Entdeckung dieser aus Psychologen, Psychiatern und Sozialwissenschaftlern bestehende Gruppe war das "double-bind" Phänomen.

 

Unter double-binding versteht man das Verhältnis zwischen Sprache und Körper-sprache, deren Inhalte oft unterschiedlich sind. Ein gutes Beispiel: ein Paar sagt sich wie sehr es sich liebt, umarmt sich, doch in der Umarmung können die Körper erstarren, gerade das Gegenteil der gesprochenen Worte manifestieren.

 

Die Arbeit der Palo-Alto-Gruppe revolutionierte weite Bereiche der Psycho- und Hypnotherapie. Die Resultate der daraus entstandenen Analysen lieferten Paul Watzlawick den Grundstein für seine Lebens- und Therapiekonzepte. Seine Bücher wurden Bestseller und machten die neuen Therapiearten, aber auch das neue "Lebensgefühl", den ehrlicheren Umgang mit den eigenen Gefühlen, Sehnsüchten und Ängsten, populär. Sein bekanntestes Buch ist "Die Anleitung zum Unglücklichsein", dessen Intention es ist die Leser auf einen glücklichen Weg zu führen.

 

Die Autobiografie des Wissenschaftsjournalisten Norman Cousins ("Der Arzt in uns selbst" siehe auch unter Lachlesen) lenkte den Blick einer weiten Öffentlichkeit auf die "neue Lachtherapie". Cousins litt an einer chronischen entzündung der Wirbelsäule, die er durch Lachen selbst heilte. In seinen Sitzungen schaute er sich witzige Filme an, oder liess sich lustige Bücher vorlesen, wodurch sich sein Gesundheitszustand kontinuierlich verbesserte.

 

Wichtige Lachforscher der Gegenwart sind Michael Titze, Peter Hain, Madan Kataria, Christof Eschenröder, Willibald Ruch und andere. In England und anderen Staaten gibt es sogar schon das "Lachen auf Rezept", speziell ausgebildete Lachtherapeuten bringen ihren Patienten die Fröhlichkeit und die Gesundheit zurück.


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