Lachen öffnet Türen und Herzen

Allgemein gilt: jedwede Art zu Lachen ist gesund. Ob wir nun über Gags, Witze, Pointen, über uns selbst, künstlich oder ursprünglich Lachen, wir stimulieren damit unser Immunsystem und tun gutes für den gesamten Organismus.

 

Inzwischen bekommen wir von Wissenschaftlern bescheinigt, dass ausgiebiges Lachen: die Produktion der Stresshormone Cortisol und Adrenalin reduzieren kann, die Immunabwehr stimuliert, Endorphine (körpereigene Morphine) frei setzt siehe Cousins, die Ausscheidung von Cholesterin fördert, dass Herzinfarktkandidaten mit häufigem Lachen dem Infarkt vorbeugen können, die Produktion körpereigener Botenstoffe z. b. Gamma Interferon aktiviert, das die Vermehrung von Tumorzellen reduzieren kann. Das Lachen auch bei Allergien hilft (japanische Forschung) dass selbst 24 Stunden nach intensivem Lachen die positiven Wirkungen auf das Immunsystem noch nachzuweisen sind. 

Wer viel lacht und lächelt, ist in der Regel mit sich selbst zufrieden und wer mit sich selbst zufrieden ist, hat immer genug Grund seiner Heiterkeit freien Lauf zulassen. Fängt man erst mal richtig zu Lachen an, setzt schnell ein positiver Kreislauf ein: ein vermeintlich hartes Schicksal lässt sich leichter ertragen, die Arbeit geht besser von der Hand und macht dementsprechend mehr und mehr Spass, usw. Menschen mit Humor meistern ihre Karriere zumeist spielerischer, Grieskrämer tun sich schwer und sind selbst bei guter Qualifikation meist nicht so erfolgreich wie fröhliche Menschen.

 

Lachen lockert, ebnet psychologische Hemmschwellen und bereinigt "schwierige" Situationen: wer kennt das nicht, kleine Verlegenheitsmomente können in jeder noch so eingespielten Gruppe auftreten, sei es privat oder am Arbeitsplatz, da hilft oft ein kleiner Witz (muss noch nicht mal so witzig sein, gelacht wird dennoch, aus der angespannten Situation heraus) um die Gruppe zum prusten zu bringen. Danach ist die allgemeine Stimmung gleich viel lockerer.

 

Lachen stärkt einerseits die Gemeinschaft, andererseits können Lachen und Humor erst durch die Gemeinschaft entstehen. Die erste "humorgebende Instanz" ist die Familien-gemeinschaft. Hier lernt der Zuwachs was lustig ist und was nicht. Mit den Jahren ent-wickeln viele Familien ihre eigene lustige "Sprache des Humors", haben ihre Dauerbren-ner an Witzen, mit denen letztendlich auch das Gefühl von Vertrautheit gegeben wird. Wo gelacht wird, ist man gerne Zuhause.

 

Humor ist also auch ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium der Gruppenzugehörigkeit, das wusste schon Goethe: "durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter, als durch das, was sie lächerlich finden."

 

Lachen ist das gesündeste Ventil um angestaute Aggressionen abzulassen. Oftmals ist Lachen eine mehr oder weniger bewusste Provokation, man macht sich über andere lustig. Schadenfreude ist zwar nicht unbedingt die "beste Freude", aber sie ist sehr leicht auszulösen, was sich die Film- und Fernsehindustrie gut zunutze macht. Lachen regt ausserdem die Kreativität an: durch Lachen distanziert man sich leichter von schwierigen Situationen, sieht die Welt in einem objektiveren Licht, wodurch neue Ideen sprudeln können. Festgefahrene Verhaltensmuster können durch Humor leichter beiseitegelegt werden. Die Liste der psychologischen Folgen des Lachens ist hiermit noch nicht vollständig.