Lachübungen

Lach-Seminar

Hoho-Hahaha Klatschen

Zu Beginn und zwischen den einzelnen Lachübungen wird immer wieder die hoho-hahaha-Klatschübung machen. Mit den flachen Händen im Takt Klatschen und dabei den internationalen LachYoga Ruf "hoho-hahaha" wiederholen. Damit aktivieren wir laufend die Akupressurpunkte und Reflexzonen in den Handflächen und Fingern. In der traditionellen asiatischen Medizin geht man davon aus, dass alle Bereiche der Handflächen unterschiedlichen Gehirnbereichen und Organen energetisch zugeordnet sind. Die hoho-hahaha-Klatschübung beruht auf einer Atemübung des klassischen Yoga (Kapalabhati); sie aktiviert das Zwerchfell und reinigt Bronchien und Lunge.


Namaste-Begrüssungs-Lachen

Diese Übung basiert auf einer „atmanjali“ genanntem Mudra und ist mit der indischen Begrüssungsgeste identisch. Sinngemäss übersetzt bedeutet Namaste: „ehre (guter Ruf oder Name) sei dir“. Das Atmanjali Mudra bringt Frieden mit sich selbst und anderen sowie innere Sammlung und Ausgeglichenheit. Wir falten beide Hände wie zum Gebet derart vor der Brust, dass zwischen den Handinnenflächen ein schmaler Hohlraum entsteht. Dann atmen wir tief durch die Nase ein und mit halb offenem Mund und einem glucksenden „h h h h h“ wieder aus. Diese Übung mehrmals mit einem schmunzelnden Gesicht wiederholen, sie führt automatisch zu einem sanften Lachen. Augenkontakt ist dabei besonders wichtig.


Japanisches-Begrüssungs-Lachen

Das japanische Begrüssungslachen ist die aktivste Begrüssungsübung. Sie   erinnert uns an die bekannten Bilder, wenn sich zwei Japaner vorüberbeugend begrüssen. Wir stellen uns in angemessenem Abstand gegenüber. Beide Hände gestreckt an die Oberschenkel pressen. Tief durch die Nase einatmen, oberfreundliches Gesicht, beim Ausatmen vorüberbeugen und mit einem „hihihihihihi“ sein gegenüber begrüssen. Mehrmals wiederholen und je tiefer die Verbeugung, je grösser die Ehrerbietung.

 

Variante: wie ein Lift rauf und runter verbeugen und von langsam bis schneller agieren. Anstelle des „hihihihi“-Lachens ein herzhaftes japanisches Begrüssungskauderwelsch loslassen. 


Muschel-Lachen

Wir halten unsere Hände gefaltet wie beim Namaste-Begrüssungs-Lachen, führen sie dann vor den Mund und beginnen sie mit einem leisen Kichern aufzulachen, dabei öffnen wir die Hände langsam wie eine Muschel. Besonders lustig wird es, wenn wir die mit lachen „gefüllte“ Hand-Muschel über dem Kopf eines der Teilnehmer der Gruppe auskippen. Die Mitlacher laufen dann wie Kinder kreuz und quer, um dieser imaginären „Lachdusche“ zu entgehen.


Lebensbuch-Lachen

Die Innenseiten der Handflächen werden vor dem Körper entspannt zusammengelegt (wie beim Namaste- und Muschellachen). Die Hände symbolisieren zwei Buchdeckel und in diesem Buch ist der bisherige Verlauf des eigenen Lebens aufgezeichnet. Das Buch lässt sich nur durch Lachen öffnen und nur mit Lachen lesen. Tief Luft holen durch die Nase, Blickkontakt zu den Mitlachern und los geht es: im Umhergehen das eigene Lebensbuch auflachen und lachend darin lesen. Dabei die Hände langsam öffnen wie ein Buch. Jeder kann nach Belieben den Mitlacher/-innen einen Blick ins (handgeöffnete) Buch und die eigene Vergangenheit gewähren oder auf Einladung beim anderen hineinschauen. 

 

Alternativ kann das Buch des Lebens aufgelacht werden, als wäre darin die eigene Zukunft beschrieben. Diese Vorstellung kann helfen, lachend Sorgen abzubauen und Zuversicht aufzubauen.


Lautloses-Lachen

Das „lautlose Lachen“ zeichnet sich dadurch aus, dass trotz aller – beim Lachen sonst üblichen Phänomene – nichts zu hören ist: wir gaukeln in der Gruppe umher, halten intensiv Blickkontakt, öffnen weit den Mund und verhalten uns wie beim lauten Lachen, aber tonlos. Diese Übung führt regelmässig zu ausgeprägtem gestikulieren wie Körperkrümmen, sich auf die Schenkel schlagen, nach hinten beugen, hüpfen, mal die Hand vor den Mund halten, sich schütteln vor Lachen und anderes, alles ohne Laute.

Es ergeben sich meist eine besondere Erlebensvariante des eigenen Lachens, pantomimische Varianten und manchmal die Sehnsucht und Vorfreude, bald wieder vernehmlich laut Lachen zu können.


Pinguin-Lachen

Bei dieser Übung imitieren wir den Watschelgang der Pinguine. Wir lassen die Arme links und rechts am Körper locker baumeln, stellen dabei aber die Hände wie kleine Flügelstummel nach aussen und flattern mit ihnen. Wir atmen tief ein, stellen uns auf die Zehenspitzen und gehen mit einem kichern „hihihihihi“ aufeinander zu oder im raum herum. Danach auf die Ferse abrollen und mit einem tiefen, aus dem Bauch kommenden „hohohoho“ sich wieder voneinander entfernen. Am besten funktioniert diese Übung, wenn sich die Teilnehmer im Kreis aufstellen und in die Kreismitte hinein- und dann wieder hinauswatscheln. Diese Übung dreimal wiederholen.


Alle Lachübungen haben einen gesundheitsfördernden Hintergrund. Durch die während des Lachens ausgelöste Schwingung in der Luftröhre und durch die Bewegung des Zwerchfells erfolgt eine "innere Massage" aller Organe und der Drüsen am Hals. Zudem stellt sich eine intensive Anreicherung des Blutes mit Sauerstoff ein. Als Lohn für Lach-Yoga winken gehobene Stimmung, tiefe Entspannung, Wohlbefinden, Freude und gute Laune: Es ist ein Riesenspass mit wohltuenden Wirkungen.