Lebensqualität im Alter


Für wen ist Lach-Yoga geeignet

Ein Lach-Yoga Heiterkeitstraining ist grundsätzlich für alle Menschen vom jungen Erwachsenenalter bis ins hohe Alter geeignet. Dabei können ganz problemlos auch Menschen unterschiedlichster Herkunft mitmachen, da es keine Barrieren durch Bildung, Kultur, Religion oder Weltanschauung gibt. Gesunde oder weitgehend Gesunde geniessen und profitieren in jedem Fall vom Lach-Yoga, egal wie heiter, fröhlich oder humorvoll sie sich von vorneherein einstufen. Eine Voraussetzung dafür, dass das Training Wirkungen zeigt, ist allerdings, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freiwillig mitmachen. Darüber hinaus sprechen Personen schneller oder besser auf die Methode an, die Lust darauf haben, einmal nicht ernsthaft zu sein, auch einmal etwas "nur zum Spass" zu machen; die Lust darauf haben, auch einmal etwas zu tun, bei dem es nicht um die Erfüllung einer Pflicht oder das zielstrebige Verfolgen eines bestimmten Ziels geht.


Lach-Yoga im Alter

Die Förderung von Heiterkeit im Alltag, als dauerhafte Eigenschaft kann bei älteren Menschen dazu beitragen, das körperliche Wohlbefinden und die Selbständigkeit länger aufrecht zu erhalten, und sozialer Isolation und Einsamkeit entgegenzuwirken.

 

Bedingt durch natürliche Altersprozesse und die Anhäufung von verschiedenen Risikofaktoren entwickeln sich mit fortschreitendem Alter vermehrt chronische Krankheiten. Das Aufrechterhalten des psychischen Wohlbefindens in höherem Alter hilft, altersbedingte Krankheiten hinten anzuhalten. Menschen mit einer heitereren und gelassenen Grundstimmung fühlen sich auch allgemein gesünder und haben weniger körperliche Beschwerden, auch wenn sie objektiv gesehen gleich gesund oder krank sind wie andere. Ältere Personen, die eine positivere Grundstimmung haben, erholen sich auch besser von Erkrankungen, sind länger selbständig und haben sogar eine höhere Lebenserwartung.

 

Eine grosse Rolle in diesem Zusammenhang spielt das Vorhandensein positiver Sozialkontakte, die für sich selbst schon zur Lebensqualität beitragen, die darüber hinaus aber auch wiederum mithelfen, dass man gesünder bleibt und sich wohler fühlt. Die von Heiterkeit geprägte Trainingsgruppe ist für sich bereits eine Quelle positiver sozialer Kontakte. Personen mit einer positiveren, heitereren Grundstimmung suchen aber auch öfter Gesellschaft auf, halten mehr soziale Bindungen aufrecht (Freundschaften, Bekanntschaften), und die Bindungen sind von höherer Qualität.


Chronische Schmerzen

Chronische Schmerzen gehören zu den Konditionen, für die mittlerweile unbestritten ist, dass sich eine negative Grundstimmung ungünstig auswirkt. Tatsächlich ist das Ausmass der Schmerzen und auch wie sehr man auf Hilfe angewiesen ist oft stärker durch die Grundstimmung bestimmt als durch das Ausmass des anatomischen Schadens, der z.B. durch eine Röntgenaufnahme festgestellt wird. In deprimierter, ängstlicher oder angespannter Stimmung werden Schmerzen als stärker empfunden, und sie werden umso weniger gut ertragen und sind umso belastender, je bedrohlicher man sie erlebt und je mehr man sich sorgt und davor fürchtet. Durch eine nachhaltige Förderung von Heiterkeit im Alltag ist bei chronischen Schmerzen daher eine Erleichterung zu erwarten. Verantwortlich für die positive Wirkung einer Verbesserung der Grundstimmung sind automatisch damit verbundene psychologische Mechanismen wie z.B. eine verringerte Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf den Schmerz und eine veränderte Bewertung der Schmerzen.